Vegan makes happy

Grüner Virds nicht :) It ain't getting any greener


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Roggenmehl, Kurkuma und Kokosöl

…oder auch : wie kleine Küchenhelfer die Gesundheit pflegen.

Wie bereits in meiner Wohlfühlecke erwähnt benutze ich in meinem Badezimmer gerne die einfachsten und tollsten Produkte, welche sich in jedem Haushalt finden.

Kokosöl benutze ich nicht nur zum Anbraten, sondern auch um mich am Abend abzuschminken, meine Haut damit zu pflegen, verwende Kokosöl in meiner selbstgemachten Zahnpasta oder lasse dieses ein paar Stunden am Tag (am besten mal einen ganzen Sonntagnachmittag) in meinem Haar. Den Haaren tut die Kokosölpflege sehr gut. In meiner Zahnpasta findet Kokosöl ebenso Verwendung in Kombination mit Natron und Erythrit und ein paar Tropfen Pfefferminzöl oder Kurkuma

Manchmal werd ich schräg angeschaut, wenn ich auf die Frage antworte “und was benutzt Du so?” und manchmal bekomme ich dann die Rückantwort “Naja, man kann das ja auch einfach kaufen”.

Sicherlich habe ich früher auch Shampoo aus der (Plastik-)Flasche gekauft, Spülung, Duschgel, etc. Aber seit ich mich mehr der Naturkosmetik zugewandt habe, vegan lebe und tierversuchsfreie Produkte verwenden will. Sicherlich – ausversehen erwischt man im Drogeriemarkt vielleicht mal ein veganes Produkt, welches aber leider mit Tierversuchen hergestellt wird. Manche Menschen stören sich daran vielleicht nicht, ich persönlich achte schon sehr auf beides. Und wenn beide Optionen nicht zur Verfügung stehen, dann wird das Produkt eben nicht gekauft und ich schaue nach Alternativen – wie zum Beispiel in den Spähren meiner Küche. Auch Natron kann man mit Apfelessig und Wasser als saure Rinse für die Haare verwenden. Apfelessig und Wasser ist mit ein paar Tropfen Teebaumöl mein Gesichtswasser.

Bislang habe ich sehr gern festes Shampoo von Sauberkunst verwendet. Mittlerweile neigt sich leider mein Mango Lassi und Froschkönig Shampoo dem Ende und ich sollte bald mal wieder nachbestellen. Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, eventuell auch eine Art Shampoo selbst zu machen, stoss ich auf das simple Roggenmehl. Mit Mehl sollte ich mir die Haare waschen können ? Ich mag doch keinen Brötchenteig in meinen Haaren kleben haben. Auf der fantastischen Seite von Erbse “Kosmetik-Vegan” berichtet sie auch schon von der Art der Haarwäsche. Sie führt auch noch viele andere Möglichkeiten auf, wovon mir nicht alle so zugesagt haben. Die Noo Poo Variante war gar nicht mein Fall, denn hier wird gar kein Shampoo verwendet, wie der Name schon sagt. Nun denn … in manchen Foren las ich, dass man auch Dinkelmehl verwenden könnte für die Haare, denn Roggenmehl hatte ich keines daheim.

Ein sehr grosser Hinweis von mir an Euch: kauft Euch unbedingt Roggenmehl !!! Keine !!! anderen Mehlsorten verwenden, Eure Haare werden sich raufen.

Da muss ich hier noch eine kleine Anekdote niederschreiben, wie man sich mit Dinkelmehl am besten nicht die Haare wäscht. Es war ein Disaster.

In Ermangelung von Roggenmehl nahm ich Dinkelmehl  (laut Recherche ebenso möglich) und das mit Wasser so gut verrührt, bis die Masse flüssig und klumpfrei war. So weit so gut. Dann während dem Duschen auf die Haare geklatscht und irgendwie einmassiert. Ausspülen wollen … aaaaber (und da muss jetzt eigentlich das logische Denken einsetzen) natürlich verkleben Mehl und Wasser miteinander. Das weiss jeder, der backt. Dann habe ich das Disaster auswaschen wollen, hat natürlich nicht funktioniert und meine Haare waren verknotet und voll mit Teigklumpen. Ich hing dann über eine halbe Stunde über meiner Badewanne, gefühlte 1000000 Haare weniger und einer grossen Sauerei in der Badewanne …… das gröbste ist aus meinen langen Haaren raus, lasse sie jetzt trocknen und hoffe dann den Rest auskämmen zu können.

war jemand schon ähnlich blöd wie ich ?

Erneutes schlauer machen auf der Webseite von Erbse, bei DM Roggenmehl gekauft, zwar ausversehen Roggenvollkornmehl erwischt, aber es hat funktioniert !

Ich habe 3 El Roggenmehl vermischt mit soviel Wasser, bis der Teig flüssig war und nahezu frei von Klumpen. Für den Geruch danach habe ich ein paar Tropfen Primavera Ätherisches Öl untergemischt. Ich mag duftende Haare.

Während dem Duschen habe ich dann das Roggenmehl auf meinen nassen Haaren verteilt und einmassiert. Ging alles problemlos, auch das Ausspülen ging viel besser als mit dem Dinkelmehl. Bitte jegliche Mehlsorten verwenden, die kein ! Gluten enthalten. Weizenkleber in den Haaren ist nämlich kein Vergnügen.

Nach dem Waschen mit Roggenmehl liessen sich meine Haare ganz einfach durchkämmen, ganz winzige Roggenmehlpartikelchen konnte ich im trockenen Haar ausbürsten. Die Haare waren weich und fluffig 🙂 Ich bin echt total begeistert und überrascht und diese Haarwäsche mit Roggenmehl wird sicher regelmässig im Wechsel mit Sauberkunst Shampoo verwendet.

Fotos folgt


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Vegan im Krankenhaus

Vor ein paar Wochen musste ich operiert werden und stationär im Krankenhaus bleiben.
Ich ging erst davon aus, dass ich vermutlich verhungern würde, denn bislang habe ich noch nie von veganen Menüs zur Auswahl gehört. Diabetiker, Vollwert, Zöliakie, Vegetarisch, Koscher, etc ist nie ein Problem hab ich den Eindruck, aber sobald es um vegane Ernährung geht hört die Auswahl auf. Ich bekam am Tag der Besprechung (einen Tag vor der OP) den Menüplan um ihn zuhause auszufüllen. Nun ja, ehm .. die vielen Häkchen hielten sich in Grenzen. Hier mal ein Brot angekreuzt, dort das Wort Obst, dort Gemüse … Ich habe am Tag nach der OP am Morgen Müsli bekommen welches leider bereits fertig gemacht war mit normalem Johgurt. Ich habe gefragt ob nicht die Möglichkeit besteht Sojamilch oder Sojajoghurt zu bekommen. Die Krankenpflegerin hat gefragt ob ich eine Laktoseintoleranz habe (warum kommen denn andere nicht direkt selbst drauf, dass ich eventuell freiwillig ! keine tierischen Produkte essen will?) und ich hab gesagt das ich vegan lebe. Zu meiner Freude hat mir die Krankenpflegerin erzählt, dass es ein veganes Programm gebe, einfach ein Menü halt. Ich heftig mit dem Kopf genickt “Ja bitte, genau das möchte ich die nächsten Tage haben” 😀

Ich hab alle Gerichte fotografiert, muss ja veranschaulicht werden und Mut machen für andere Veganer die ebenfalls mal ein paar Tage im Krankenhaus verbringen möchten.
Also mir wurde manchmal statt Brot noch Zwieback gebracht, das war aber der Brandt Markenzwieback und dort ist soviel Scheissdreck drin. Auf deren Webseite heisst es ” Da steckt Gutes drin”. Was die allerdings unter *Gutes* verstehen ist mir rätselhaft – deren Zutaten im Original sind nämlich Weizenmehl, Zucker, Palmöl, Frischhefe, Glucosesirup, Traubenzucker, Invertzuckersirup, Gerstenmalzextrakt, Salz, Süssmolkenpulver, Emulgator (Sojalecithine), Kondensmagermilch. Also davon abgesehen, dass es für Veganer schon mal gar nicht geeignet ist, sind die anderen Zutaten für mich nicht wirklich gut oder gesund. Es gibt wirklich guten Zwieback von Biofirmen, die keine unnötigen Zusätze drin haben und wirklich gesünder sind. Und dabei werden sicher viele Eltern auch diesen Zwieback ihren Kindern geben. Schauen die meisten auf die Inhaltsstoffe? Ich glaube es eher nicht.

Der Zwieback von Alnatura zum Beispiel beinhaltet aus biologischer Landwirtschaft nur Dinkelmehl Type 630 (83%), Dinkelvollkornschrot  9%, Palmfettungehärtet, Hefe, Meersalz, Koriander. Es geht also auch besser !

Der Reissalat war recht geschmacksneutral, wenig gewürzt, kaum Essig/Öl dran. Die veganen Aufstriche (ich hoffe das waren welche) waren ok. Wenigstens hat sich das KH Mühe gegeben.
Die Puffer hingegen sind lecker gewesen (ich hoff es war für die Bindung kein Ei drin) und die Nudeln mit der Gemüsesauce waren auch gut.

Ich hatte mir von daheim extra noch HofGemüse Aufstrich und Vego mitgenommen, Nervennahrung ist im Krankenhaus für die Besserung und Heilung immer gut. Eine Freundin brachte mir noch Zwergenwiese Aufstrich mit 🙂

Alles in allem ist vegan im Krankenhaus schon möglich, man muss sich nur trauen und das auch wirklich sagen, wie man sich ernährt. Nächstes Jahr bin ich in einer Uniklinik wegen einer anderen Operation, das Krankenhaus ist grösser. Ich bin auf den Menüplan bereits jetzt gespannt…..

Fotos folgen


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Käsesauce

Im veganen Bereich gibts so eine grosse Vielfalt an veganen Käsealternativen.
Das Wort “Ersatz” mag ich nicht so, denn Käse kann man nicht ersetzen.
Ich habe schon ein paar Sorten ausprobiert; Wilmersburger ist sicher allen Veganern oder auch Vegetariern ein Begriff. Von der Firma gibt es Scheibenkäse und eben auch geriebenen Käse.
Leider enthält veganer Käse oft viel Stärke (weswegen dieser auch viele KHs hat) und andere Inhaltsstoffe die mir manchmal suspekt sind. Pizzaschmelz von Wilmersburger ist auch nicht wirklich das, was ich mir vorstelle wenn ich Pizza mache und geschmolzenen, knusprigen Käse on Top haben möchte. Trick 17 scheint zu sein, dass man veganen Scheibenkäse mit Flüssigkeit verrühren muss um eine Konsistenz von gschmolzenem Käse zu bekommen. Ich habe den Pizzaschmelz einmal verwendet und dann im Kühlschrank vergessen; bis er eines Tages in den Mülleimer gelandet ist weil er schimmelig war. Bisher ist eigentlich der Blockkäse von Violife mein Favorit. Ich habe den teils in schmale Streifen geschnitten und auf Brot geschmolzen oder in grobe Stücke geschnitten, in den Gefrierschrank und dann geraspelt, das geht wunderbar.
Es ist kein echter Käse, darüber muss man sich halt im Klaren sein. Und daher kann er sich von der Struktur her auch nicht so verhalten wie echter Käse. Viele machen ihre Käsesauce auch aus Cashewnüssen, aber ich mag die Nüsse nicht und hatte noch nie die grosse Lust das aus andere Nüssen zu versuchen. Aaaaaber …. es gibt die Möglichkeit eine völlig leckere und wirklich sehr ähnlich schmeckende und aussehende Käsesauce zu kochen. Ich bin begeistert, weil die Sauce schön sämig wird (ideal zum Dippen mit Mais Tortillas zb) und auch etwas von Käse hat .. dabei besteht sie nur aus Gemüse 🙂 Im Internet gibts viele Rezepte davon und ich hab für mich meine eigene Menge gefunden, die Sauce lässt sich in einem Glas mit Schraubverschluss auch super im Kühlschrank lagern.

Zur Käsesauce

Käsesauce


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Veränderungen

Vielen mag aufgefallen sein, dass ich noch immer vegetarische Rezepte in diesem Blog habe.
In den letzten Jahren hat sich im Blog viel getan, jedes Jahr hatte ich Lust und Laune das Design zu verändern, seit letzten Jahr sind die Fleisch/Fisch Gerichte aus dem Blog geflogen weil ich bereits über ein Jahr keine tierischen Produkte mehr esse, seit September vegan lebe 🙂 Und ja, mir geht es super gut mit dieser Entscheidung.

Im Zuge dieser Entscheidung werden nun nach und nach die letzten vegetarischen Rezepte gelöscht, bzw sofern möglich veganisiert. Bitte habt daher Verständnis, wenn einige beliebte Rezepte nicht mehr zu finden sind. In meiner strengen Low Carb / Atkins Zeit sind mir vor allem die Oopsies/Atkins Toasties ans Herz gewachsen und ich überlege schon länger wie man diese veganisieren könnte. Im Internet habe ich bislang nur herausgefunden, wie man natürlich den Frischkäse ersetzen kann. Beim Eiweiss hab ich auch keine Bedenken, das Eigelb gibt mir noch zu Denken. Aber .. nichts unversucht lassen, nicht wahr 😉
Ich werde dann ein Patent auf vegane Atkins Revolution Rolls anmelden.

Auch diverse Kuchenrezepte und verschiedene andere Rezepte mit Unmengen an Eiern wird es bald nicht mehr geben. Bei einigen kann man getrost pflanzliche Schlagcreme mit normaler Sahne ersetzen, Null Problemo. Doch mir ist es ein Anliegen, dass dieser Blog komplett vegan wird und natürlich setz ich vollen Körpereinsatz in der Küche voraus, um ihn mit vielen neuen tollen Rezepten zu füllen. Langweilig kann ja jeder.

Da ich wie vermutlich viele andere auch Vollzeit arbeite, den Blog in meiner Freizeit gestalte, wird es ein Weilchen dauern, bis alles so zustande kommt wie ich das gern hätte 🙂