Vegan makes happy

Grüner Virds nicht :) It ain't getting any greener

Bacon 100% tierfreundlich

Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann einmal als Veganer über Bacon schreiben würde.

Schliesslich hat dieser Begriff und auch das tote Tier dahinter nichts in meinem Blog verloren.
Ich gebe es zu, Bacon hab ich früher gern gegessen, mit Spiegelei oder Rührei dazu, oder zu Pfannkuchen. Ja sogar mit Schokolade habe ich Bacon überzogen. In meiner Low Carb Zeit (mit leider leider viel zu vielen tierischen Produkten) habe ich das jede Woche gegessen, 10 gekochte Eier in der Woche keine Seltenheit *Schande über mein Haupt – Hände über dem Kopf zusammenschlagen* Irgendwann als ich dann immer weniger Fleisch und auch keine Eier mehr gegessen habe,  war der Geruch von Bacon dann für mich nicht mehr zu ertragen, auch die vielen Fettspritzer in der Küche waren nervig.

Kein Bratgeruch von Fleisch oder Wurst mehr in der Wohnung zu haben, kann wirklich herrlich sein. Vor ein paar Tagen bekam ich von meinem Exfreund und noch guten Freund – ein Veganer aus Dänemark – einen Link auf meine Facebook Seite gepostet. Veganer kommen auf die verrücktesten Ideen, wenn es darum geht, Lebensmittel nachzubauen nicht wahr? 🙂
Und wenn etwas vegan ist, mich das anspricht, dann probier ich das sehr gern. Vorgestern waberte tatsächlich ein Bacon-ähnlicher Geruch durch meine Wohnung. Ob mir das gefiel, kann ich nicht wirklich sagen. Nach gefühlten 3 Jahren hatte ich Bacon ähnliches Etwas auf meinem Teller, das erschreckend ähnlich geschmeckt hat. Zum Glück Minus dem triefenden Fett im Essen und minus dem Tierleid.

Sicher wollt Ihr nun ungeduldig auch wissen, wie ich den Bacon hergestellt habe. In dem Video sind zwei dänische Veganer, die Bacon nachgebaut haben … Zum Glück hab ich die Zutaten immer zuhause, konnte also direkt loslegen und musste nicht warten bis zum nächsten Einkauf.

Ihr braucht: Reispapier (bekommt man in der asiatischen Ecke im Supermarkt)
6 El Hefeflocken
3 El Sojasauce
ein paar Tropfen Raucharoma
2 El Rapsöl

Das Reispapier schneidet Ihr mit einer Schere in breite Streifen; hier kann man sich an die vorgegebenen Linien und Kästchen halten.  Die anderen Zutaten verrührt Ihr in einer Schüssel und fügt soviel Wasser hinzu, bis Ihr eine  saucenähnliche Konsistenz habt.  In eine andere Schale füllt Ihr Wasser und nun nehmt Ihr jeweils zwei Streifen, tunkt die in das Wasser bis das Reispapier weicher wird und Ihr beide Streifen aneinander kleben könnt. Dadurch wird der Streifen dicker und man kann ihn besser anbraten und wenden. Dann zieht Ihr das Reispapier durch die vorbereitete Sauce und bratet diese dann in einer Pfanne an.  Wie Bacon zieht sich das Reispapier zusammen und wird knusprig und lecker 🙂 und durch das Raucharoma schmeckt es auch wie Bacon.

Faszinierend würde Mr. Spock jetzt sagen.

Den Bacon kann man wunderbar als Snack fürs Filmeschauen vorbereiten, oder Binge Watching von Serien (riiiiiiesen Tipp von mir: Ich bin süchtig nach Outlander und „Orange Is The New Black“ ist auch meeega gut) … als Beilage zu Rührtofu oder zerkrümelt über Salat.

Bacon in Vegan