Vegan makes happy

Grüner Virds nicht :) It ain't getting any greener


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Sing me a song, of a lass that is gone – Vom Schwarzwald nach Schottland

Dieser Artikel wird grade in einem Zimmer in Edinburgh, in der Nähe vom Haymarket, geschrieben.

In den letzten Monaten ist viel passiert in meinem Leben, viel positives.
Zeit für den Blog habe ich kaum noch momentan, aber das wird wieder anders.

Am 24. August 2016 bin ich One Way nach Edinburgh geflogen, um hier zu leben und zu arbeiten. Jedenfalls ist das Plan B ..

Plan A ist eigentlich, so schnell wie möglich zum Craig na Dunh zu reisen und dann durch die Steine zu gehen, um mein restliches Leben mit Jamie Fraser zu verbringen – seufz ….

*und das meine ich jetzt tot ernst und ohne jegliche Irone dahinter*

Kein Urlaub mehr in Schottland und keine Rückflüge nach Deutschland 🙂 Es wird eine so tolle Zeit werden. Seit 2009 war ich nun schon 7x im Ulaub hier und es fühlte sich für mich immer mehr und mehr nach Home an und ich hab hier Freundschaften geschlossen. Vor 2 Jahren fing ich an darüber nachzudenken nach Schottland zu ziehen, Mitte 2015 fing ich an Geld zu sparen, seit Anfang Januar mistete ich aus, habe ich weggeschmissen, verschenkt, Möbel verkauft. Job und Wohnung auf 31.8. gekündigt und war sehr froh, Goodbye Deutschland zu sagen. 2 Monate vor Abflug fing ich an mich zu bewerben, vor Ort findet man hier jedoch leichter einen Arbeitsplatz, weil diese hier sehr viel einfacher zu bekommen sind als in Deutschland. Nur den Lebenslauf und ein Anschreiben, das war es. Eine Handvoll Absagen, zwei Telefoninterviews. Skype wäre zwar auch möglich gewesen, aber irgendwann gab es in meiner Wohnung nur noch eine Luftmatratze, 4 Bananenkisten die als Wohnzimmertisch her hielten und mit meinen Katzen im Hintergrund war das nicht wirklich professionell.

Über eine die vegane Edinburgh&Glasgow Gruppe bei Facebook kam ich in Kontakt mit einem Mädel, die mir zusicherte, dass ich bei ihr in den ersten Wochen wohnen könnte, als Roomate. Nun sitze ich also hier in meinem Zimmer, Mopsdame Lily wohnt auch hier, schreibe endlich mal wieder einen Artikel.

Letzte Woche Dienstag hatte ich ein Vorstellungsgespräch, am Mittwoch bekam ich die Zusage – in 5 Wochen kann ich anfangen zu arbeiten 🙂 Nun bin ich auf flat-hunting und habe heute schon eine vielvesprechende Wohnung angeguckt.
Dann müssen noch die Katzen in Deutschland geholt werden und mit dem Auto gehts dann nach oben, das wird abenteuerlich.
Vegane Couchsurfer und Airbnb Freunde, die schon immer mal nach Schottland wollten, sind herzlich willkommen bei mir dann in Edinburgh zu übernachten.

Wenn man durch die Stadt läuft, finden sich immer wieder so viele tolle vegane Food options … es gibt bereits viele neue Fotos und es sind so einige neue Empfehlungen oder auch Nichtempfehlungen für diverse Lokale. Aber dazu werd ich wohl erst kommen, wenn hier alles unter Dach und Fach ist 🙂

Bis dahin bitte … keep calm, stay patient and have a cup of tea.

 

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Vegan im Ausland – again in Schottland :)

Zugegeben, vegan im Ausland ist bei mir meistens “vegan in Grossbritannien bzw Schottland”, denn dort mache ich meistens, eigentlich immer, Urlaub.
Ich liebe Schottland und plane es in 2-2,5 Jahren dort zu leben und zu arbeiten.

Was die vegane Szene angeht, ist es in the UK viel ausgebauter und dahingegend ist Deutschland noch Entwicklungsland finde ich. Wir haben sicher einige tolle Restaurants, Cafês, Shops … aber je nachdem wo man wohnt ist das Angebot äusserst dürftig und man muss sich im Supermarkt seine Sachen zusammen suchen. Ich bin ja wirklich froh über die Möglichkeit, bald Veganz Produkte bei Edeka kaufen zu können. Mal sehen wann es soweit ist.

Jedesmal wenn ich in Schottland bin, staune ich über die Vielfältigkeit und dem – so kommt es mir vor – Selbstverständlichem was die Sichtweise der veganen Lebensweise angeht. Viele Produkte bei Pret â Manger, Tesco, Marks&Spencer, Boots, Superdrug, Sainsbury sind entsprechend gekennzeichnet und hier meine ich hauptsächlich den Bereich der Lebensmittel. Überall steht drauf, ob es „suitable for Vegetarians“ oder auch „suitable für Vegetarians and Vegans“ ist. Das habe ich in Deutschland noch nicht wirklich oft gefunden. Ausser natürlich ich gehe in Läden wie Alnatura, DM, Vollkorner, Denn`s, etc .. aber dort wissen die meisten vermutlich, nach welchen Produkten man suchen kann und wir kaufen höchstwahrscheinlich immer das gleiche ein, weil wir uns bei den Sachen einfach sicher sind. Allergiehinweise, Glutenunverträglichkeiten, Vegan, Vegetarisch – in Supermärkten auch oft in „Free From“ Bereichen zu finden. Das David Bann`s Restaurant in Edinburgh habe ich letztes Jahr im November besucht, Zeit hatte ich diesen Urlaub leider nicht dafür. Vor meinem Urlaub habe ich mir schon verschiedene andere Orte rausgesucht, von denen ich wusste wo ich was veganes essen kann.

In Glasgow habe ich einen Freund besucht und wir waren im Saramago Cafe, dieses befindet sich im Centre for Contempary Arts in 350 Sauchiehall Street, Glasgow G2 3JD. Mein Begleiter hatte eine Pizza ohne Käse bestellt (ich glaub als Omni war er von dem tollen veganen Angebot etwas überfordert und das Menu beeinhaltete Gerichte, von denen er noch nie was gehört hat) und ich verschiedene Appetizer. Es ist wirklich lecker gewesen und auch die Atmosphäre dort und die Theke gefiel mir gut. Definitiv zu empfehlen. Weiterhin gibt es in Glasgow für Veganer noch die Stereo Cafe Bar (nicht ausschliesslich vegane Gerichte) und die Mono Cafe Bar (vegan) oder The 78 Cafe Bar (nicht ausschliesslich vegan). Mit meiner Freundin fuhren wir nach Isle of Skye hoch und machten weiterhin in Oban halt. Dort machte ich online bereits das Itadakizen Zen, japanisch veganes Lokal aus, welches leider wegen Renovierungsarbeiten bis zum Sommer geschlossen hat. Dies stellte sich natürlich erst raus, als ich davor stand und rein wollte. Standorte dieses Lokals befinden sich ebenfalls in London, Tokio, Sapporo und Toyama.

Wir machten am nächsten Tag einen Tagesausflug nach Isle of Mull und Iona, haben uns die Fingal`s Cave angeschaut. Iona ist eine wirklich süsse Insel auf der es sogar einen kleinen Shop gibt, in dem es ungelogen zu 80% vegane Sachen zu kaufen gab *Heaven on Earth* 🙂 Nun ja .. man kauft dann doch einiges ein, weil es die Produkte in Deutschland nicht gibt und nur in UK hergestellt/verkauft werden. Und mit den Sachen geh ich wirklich sparsam um, ess nicht gleich daheim alles auf. In unserer Lodge in Oban hat sich Audrey (die Besitzerin) beim Frühstück wunderbar um uns gekümmert und nach Allergien und ähnlichem gefragt. Meine Freundin – hoch allergisch auf Nüsse – und ich waren also in besten Händen. Ich bekam morgens sogar Mandelmilch für meine Haferflocken, die sie dann extra beim Tesco gekauft hat. Das fand ich mega lieb. Für den Toast mit Margarine hab ich mir bei Tesco Violife Käse am Stück gekauft und dann in Scheiben geschnitten. Überhaupt hat Tesco eine grosse Auswahl an “Free From” Produkten, wobei nicht alles vegan ist, aber vieles Free From Konservierungsstoffen, Gluten, Nüssen, etc … Im nächsten Bed&Breakfast in Staffin (gaaaanz oben im Norden von Skye) hatte ich ein leckeres – ich nenn es mal “Half Scottish Breakfast” .. mit Tomate, Mushrooms und Hash Browns und Toast mit Margarine .. statt dem üblichen (früher sehr leckerem) Full Scottish Breakfast wo dann noch Baked Beans (vertrag ich eh net) und Black Pudding, Haggis und Sausages dazu gehören.

Meine Freundin bestellte sich zwei Spiegeleier die mehr wabbelig als lecker ausschauten und zwei Scheiben Bacon der mich auch nicht sonderlich anmachte. Welches Essen sieht hier wohl besser aus (Foto folgt).

Auf unserem Rückweg machten wir noch in Inverness halt für eine Nacht und waren auch auf dem berühmten Schlachtfeld von Culloden, wo früher die Engländer gegen die Schotten gekämpft haben, um 1745  … mir macht es jetzt grad eine Freude zu wissen, dass ich dort lang gelaufen bin weil auf Vox derzeit die Serie Outlander ausgestrahlt wird. Die Serie wird sooo toll verfilmt und vor 10 Jahren hab ich die Bücher von Diana Gabaldon (600-800 Seiten) verschlungen. In Inverness waren wir abends in einer netten Pizzeria, Pizza ohne Käse zu bestellen war kein Problem und zum Salat gab es eh Essig/Olivenöl und keine Joghurtsauce. Im Visitor Center von Culloden gab es für mich mittags eine Kartoffelsuppe und Soda Bread mit Margarine, es gibt dort auch vegetarische Sandwiches und die Suppen dort sind teilweise je nach Tagesangebot dairy-free. Für die lange Autofahrt war ich immer bestens ausgerüstet mit Bananen, Äpfeln, Karotten oder Haferkeksen 😀 Vegan in Schottland ist wirklich absolut kein Problem. Mit der Webseite „Happy Cow“ und der dazugehörigen App fürs Smartphone lassen sich viele tolle Plätze und Lokale aufstöbern, egal in welchem Teil der Welt Ihr seid. Und der nächste Teil folgt bald 🙂

Vegan im Ausland – Schweiz (Basel)
Vegan im Ausland – Irland


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Low Carb und Vegetarisch/Vegan im Ausland

In den vergangenen 5 Jahren habe ich im Urlaub im Ausland bereits versucht – teils erfolgreich, teils hab ich mich ergeben, Low Carb zu essen. Je nach Urlaubsland ist es mir dann aber egal, ob ich es ganz schaffe Low Carb zu bleiben oder nicht. Denn Urlaub ist Urlaub und sollte genossen werden, auch im Hinblick auf das Essen. Manche von Euch dürften sich jetzt im Stillen fragen, was es so tolles in Grossbritannien oder Irland zu Essen gibt 😉 Wenn man in die richtigen Pubs geht, oder eventuell bei Freunden dort übernachten kann, ist das Essen nicht sooviel anders, wie hier in Deutschland auch. Fish&Chips mit Essig drüber ist zum Beispiel total lecker – Low Carb, jedoch nicht vegetarisch. Man muss Kompromisse eingehen was andere Gerichte angeht. Da ich seit April 2014 kein Fleisch mehr esse, hatte ich bereits in meinem letzten Schottland Urlaub im Mai diesen Jahres nach vegetarischen Gerichten Ausschau gehalten. Vegetarisch an sich ist ja gar kein Problem, Low Carb an sich auch nicht – doch kombiniert ist das im Urlaub etwas tricky, sofern man nicht selbst kochen kann.

In London oder Edinburgh (wo ich meistens Urlaub mache, weil ich mein Herz an Schottland verloren habe) gehe ich tagsüber gern bei Pret a Manger essen, hole mir Wraps/Salat oder ähnliches bei Marks&Spencer. Das Sandwich auf dem Foto unten war lecker gefüllt mit Thunfisch und Kapern und Cheddar (Free Range/Organic) und ist bei Pret a Manger zu haben. Dieses Mal hatte ich im Hotel Frühstück dabei, das blieb natürlich vegetarisch .. keine Sausages, kein Bacon .. dafür hatte ich auf dem Teller nur gedünstete Tomaten, Champignons, Früchtebrot … es ist nicht einfach und satt werden will man ja trotzdem. Man sagte mir zwar, dass die Eier Free Range/Organic seien – also vergleichbar mit Bio Eiern bei uns in Deutschland – aber die waren eher geschmacklos und daher hab ich den Esslöffel voll nicht gegessen. Wenn ich nicht weiss, grad bei tierischen Produkten, wo die herkommen, bin ich eh recht pingelig.

In Edinburgh selbst gibt es einige interessante Lokale für Vegetarier, teils sind auch vegane Gerichte im Menue zu finden. Ein ganz tolles Lokal ist meiner Meinung nach das “David Bann” in der 56-58 St. Mary`s Street, Ecke Royal Mile. Es hatte an dem Tag genieselt, draussen wurde es langsam dunkel und ich wollte mich aufwärmen, musste dringend was essen.
Das Lokal ist gemütlich eingerichtet und die Karte hat viele leckere Gerichte zur Auswahl. Hinter den Gerichten steht auch, ob es sich für Veganer eignet, ansonsten nur für Vegetarier. Mir wurde eine grosse Karaffe Wasser (without bubbles) auf den Tisch gestellt, mit Minzblättern drin, Orangen-, Zitronenstücken. Das war auch nett anzusehen, das Wasser musste nicht bezahlt werden.

Für mich gab es dann zum Trinken dazu ein feines Ale und zum Essen vorab eine Kürbis Suppe mit geröstetem Brot dazu. Ausserdem bestellte ich einen weiteren Side Plate (Vorspeisenteller), weil ich nicht ein grosses Gericht, sondern lieber zwei kleine Sachen probieren wollte. Also nahm ich dann frittierte Bällchen aus Räuchertofu, Erbsen, Koriander, Brokkoli .. dazu ein Bananen-, Pflaumenchutney. Also das Essen ist wirklich sehr lecker gewesen und die Zutaten an sich eine wahre Geschmacksexplosion. Es war total stimmig und ich war glücklich, satt und zufrieden. Das nächste Mal nehme ich etwas anderes von der Karte.

Ein anderes vegetarisches Lokal ist das Henderson Bistro/Restaurant. Ich war jedoch nur gucken und habe nichts gegessen. Im Bistro/Shop gab es viel High Carb und ich weiss, dass ich es dann wieder nicht vertrage. Im Restaurant selbst, dass in der St. John`s Church angegliedert ist (nebendran ist ein One World Shop mit Fairtrade Produkten) haben mich die Gerichte nicht soo angemacht.

In der Royal Mile gibt es dann noch eine kleine Strasse nach unten, da gibt The Baked Potato Shop.
Ist zwar nicht Low Carb, aber bei den heissen Kartoffeln bekommt man leckere Füllungen, die teils auch vegan sind. Und die Portionen sind riesig und machen satt … und haben bestimmt tausende von KHs 😉

Dann gibt es am Grassmarket noch das Black Bull Pub, dort gibts vegetarisches Haggis. War lecker, hätte aber schöner angerichtet werden können.

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