Vegan makes happy

Grüner Virds nicht :) It ain't getting any greener

Pflege “da unten”

Jeden Monat kommt sie wieder, meistens alle 21 Tage … manchmal regelmässig und manchmal unregelmässiger. Sie ist meistens unerwünscht 😉  verursacht nur unnötige Schmerzen im Unterleib die oft mit Rückenschmerzen und empfindlichen Brüsten einhergehen, schlechte Laune, manche haben Fressanfälle, viel viel Blut … und damit viel viel viel Müll !

Im Bereich der Menstruation gibt es diverse Möglichkeiten, um den Blutfluss zu stoppen.
Tampons, Einmalbinden, Stoffbinden, Schwämmchen, oder auch Menstruationstassen.

Zugegeben ist die Menstruation sicher kein Lieblingsthema bei einer Frau, erst recht fragt Ihr Euch eventuell warum das in meinem Blog zur Sprache kommt. Aber wer sich mit veganer Ernährung beschäftigt, mit dem ökologischen Aspekt und dem Klima, gerne und eifrig Müll trennt … der hat sich bestimmt auch schon mal Gedanken um den vielen Müll jeden Monat gemacht. Ich mag hier gern mal auf die verschiedenen Möglichkeiten eingehen.

Einmalbinden: Es gibt sie ohne/mit Flügel, für die schwächeren oder stärkeren Tage, für Slips oder Tangas und sie bestehen meistens aus Papier, Vlies, sollen saugstark sein, auslaufsicher. Mit einem Klebestreifen einfach im Slip anzubringen und will man sie entsorgen werden sie in kleinen Plastiktüten/Plastikumschlag gewickelt und verschwinden im Hausmüll. Bei den Binden fand ich den Geruch nicht wirklich toll (geruchsbindend ist es nicht wirklich) und es hat sehr viel Müll verursacht.

Stoffbinden: Kann man sich selbst nähen und in die Waschmaschine stecken. Es gibt im Internet diverse Anleitungen, wie man die Flügelbinden selbst gestalten und dann mit Druckknöpfen unterm Slip befestigen kann. Nachhaltig ist dies sicherlich und die Waschmaschine läuft früher oder später in jedem Haushalt ohnehin. Ich habe Stoffbinden bisher nie ausprobiert.

Schwämmchen: Es gibt Naturschwämmchen die aus nachwachsendem Material bestehen. Die Schwämmchen können in Essigwasser eingelegt werden können um den PH-Wert zu neutralisieren. Dann werden diese mit Wasser nass gemacht und wie ein Tampon in die Vagina eingeführt. Der Schwamm kann auch zurecht geschnitten werden wenn er zu gross ist. Sobald der Schwamm mit Blut vollgesogen ist, kann er durch Drücken der Beckenbodenmuskulatur wieder herausgedrückt werden. Dann wird der Schwamm unter fliessendem kalten Wasser (sonst gerinnt das Blut) ausgewaschen. Dann wird empfohlen den Schwamm mit warmen Wasser abzuspülen, damit die Schleimhautreste entfernt werden können. In den ersten Tagen während der Periode muss der Schwamm alle paar Stunden ausgewaschen werden, weil er viel Blut aufnimmt. Den Schwamm kannte ich bis zu diesem Beitrag nicht und habe ihn daher auch nicht getestet.

Tampons: Benutzt vermutlich jede menstruationsgeplagte Frau. Ebenso praktisch zu handhaben wie Einmalbinden, leider ebenso unzuverlässig wenn es um die Müllvermeidung geht. Tampons gibt es ebenfalls für schwächere und stärkere Tage, je nach Stärke lässt man sie ein paar Stunden drin und zieht sie dann einfach am Faden wieder heraus. Aber bloss nicht vergessen oder einfach drin lassen. Im Beipackzettel wird darauf hingewiesen, leider informieren sich viele Frauen nicht ausführlich über TSS, das Toxische Schocksyndrom. Dieses sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, dieses kann nämlich entstehen wenn der Tampon zulange in der Scheide verweilt und sich Bakterien bilden und vermehren.

Menstruationstassen: Wie der Name schon sagt ist das eine Tasse die Frau einführen kann. Die Tassen gibt es in verschiedenen Grössen, je nachdem ob man schon mal ein Kind zur Welt gebracht hat, wie alt/jung man ist oder welchen Zustand der eigene Beckenboden hat, teilweise wird sogar gefragt, wie weit innen sich der Mumu befindet. Die Tassen sind aus medizinischem Silikon und halten eine Ewigkeit, sie lassen sich einfach einführen und saugen sich dann einfach fest. Unter der Tasse befindet sich ein schmaler Stil, an welchem man die Tasse herausziehen kann nachdem es “plopp” gemacht hat und das Vakuum sich gelöst hat. Die Tasse kann man ganz einfach in die Toilette entleeren oder im Waschbecken kurz ausspülen. Für Unterwegs (egal ob in der Stadt, Beruf oder im Urlaub) ist das superpraktisch und es spart uuuuuuuuendlich viel Müll !!! Ich habe die Tasse vor über einem 3/4 Jahr für mich entdeckt und würd sie nicht mehr missen wollen. Auf einer Seite im Internet hatte ich damals eine Probetasse bestellt, in Grösse M. Ich nahm einfach mal an, dass ich mit M nichts falsch machen kann 😉 Schauen wir mal auf die weibliche Ausgangssituation: 32 Jahre alt, 169cm gross, Mumu etwa einen Zeigefinger weit innen liegend, noch nie ein Kind auf die Welt gebracht und wird auch nie wollen, normale Periode …. M bestellt, M probiert — M passt 🙂 Menstruationstassen beeinträchtigen die Scheidenflora nicht, trocknen die Scheide nicht aus und lassen sich mit Wasser wieder auskochen und weiter verwenden. Ausserdem lassen sich so auch das TSS vermeiden. Mittlerweile kann man die Tassen zb im Veganz Geschäft kaufen, in verschiedenen Bioläden habe ich sie auch schon gesehen. Bei DM oder Müller Markt noch nicht. Alternativen gibt es natürlich hier im Internet.

Menstasse